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WORT ZUR MISSION Missionarische Gedanken zur Sonntagsliturgie EUNTES.NET
bietet
Laien, Ordensleuten und Priestern wöchentlich einige Gedanken zur
Sonntags-liturgie mit missionarischem Inhalt. Sie sind als Anregung
gedacht für die missionarische, persönliche und
gemeinschaftliche
Betrachtung des Wortes Gottes, das den missionarischen Auftrag der
Kirche in der Welt erleuchtet und bestärkt.
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Missionarische
Christen
IV Sonntag im Advent Lesejahr A – 23.12.2007
Jesaja 7,10-14 Psalm 23 Römer 1,1-7 Matthäus 1,18-24
Besinnung Auch nach 2000 Jahren setzt uns dieses Fest noch immer in Erstaunen – so wenigstens sollte es sein! -- , denn Weihnachten ist immer neu, ist wie die erste Weihnacht, ist das Fest des Lebens. Es ist das Fest des Augenblicks, in dem Gott angefangen hat, im menschlichen Fleisch zu leben. Zur Freude und zum Heil von Allen! Seither „caro salutis est cardo“ (ist das Fleisch der Angelpunkt des Heils) , wie schon Tertullian (3. Jahrhundert) sagte: das Heil geht Gottes nimmt den Weg durch das Fleisch Christi, des einzigen Retters. Die Einladung richtet sich an alle, Weihnachten mit dem Staunen der ersten Beteiligen zu leben: Maria und Joseph (Evangelium), die Engel, die Hirten, die Magier. Die Wahrheit von Weihnachten zu leben ist ein Geschenk, das in der Wirklichkeit der Dinge angesiedelt ist! Offen für die Neuheit der Überraschungen Gottes und nicht Gefangene der Gewohnheiten. Jenseits der Flüchtigkeit der Geschenke oder der Programme der Weihnachtsferien. Weit entfernt von der Indifferenz derer, die von der Wirklichkeit entfremdet leben. Ohne die Selbstzufriedenheit dessen, der sich als Ungläubiger erklärt. Vor allem ohne den erhitzten und grausamen Neid des Herodes, und der vielfältigen Grausamkeit seiner augenblicklichen Nachfolger.
Der Gott, der da kommt, ist der Emmanuel, schon von Jesaja angesagt (erste Lesung, V. 14) und vom Evangelium des Matthäus, der „Gott mit uns“ (V. 23). Der Gott, der beschlossen hat, in der Geschichte einer jeden Person anwesend zu sein, mit einem jeden von uns unterwegs zu sein. In dieser Weise Weihnachten zu leben, beteiligt an der Überraschung eines hoffnungslos in uns verliebten Gottes, lässt uns nicht untätig bleiben, treibt uns zur missionarischen Verkündigung bei denen, die diese wahre Geschichte noch nicht kennen. Weihnachten ist darum eine Weise zu sein, ist eine wichtige Botschaft, die zu den Andern gebracht werden muß. So sah es auch der Heilige Damian Comboni vor 150 Jahren, als er 1857 als Pilger nach Bethlehem kam und sich dort von der Größe dieses Geheimnisses durchdrungen fühlte: „Tausend Mal habe ich jenen heiligen Ort geküsst. Fast die ganze Grotte habe ich mit Küssen bedeckt; ich konnte mich nicht davon trennen…“ (Schriften, N. 113).
So verstand es der Hl. Paulus (zweite Lesung), der, seit er die Überraschung hatte, Christus zu begegnen, sich ihm vollständig auslieferte und sein größter Missionar wurde. Dies sagt er uns deutlich in der Einleitung des Briefes, den er vor nunmehr etwa 1950 Jahren an die Christen in Rom schrieb: „Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen…“ (V. 1,1). Paulus legt hier den Römern seinen Personalausweis vor mit Beglaubigungsschreiben , die allen Respekt abverlangen, die er in drei Worten zusammenfasst: Knecht, Apostel, erwählt. Er ist vor allem Knecht Christi Jesu: er ist froh, sich von ihm besessen zu fühlen, er hängt leidenschaftlich an ihm, er spricht von ihm zu allen, selbst in den kurzen Anfangsversen nennt er ihn gut vier Mal. Er hat ferner das Bewusstsein, Apostel zu sein, also gesandt: die Sendung wird nicht von ihm geboren und hängt nicht von ihm ab, sondern von einem viel Größeren, dem er einfach als Knecht dient. Paulus betrachtet es schließlich als eine Gnade, Apostel zu sein, auserwählt „alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen“ (V. 5). Die Sendung ist ein Geschenk, noch bevor sie eine zu erfüllende Aufgabe ist; sie ist eine Gnadengabe, die denjenigen, der sie erhält, bereichert und zu einem Dienst an der Gemeinde befähigt.
Jeden einzelnen dieser Titel greift Paulus oft in seinen Briefen auf und erläutert ihn. Er fühlt sich als Missionar Christi im überraschenden Reichtum seines Dienstes: verheißen durch die Propheten, geboren aus dem Samen Davids dem Fleische nach, eingesetzt als Sohn Gottes in Kraft der Auferstehung von den Toten… (V. 2-4). Paulus fühlte sich von Christus entdeckt, geleibt, gerettet, zu den Heiden gesandt, um die unerforschlichen Reichtümer Christi zu verkünden“ (Eph 3,8). Auf dem Weg nach Damaskus wurde nicht nur Paulus, der Christ, geboren, sondern auch der Apostel, der Missionar. Er hat sein Leben nicht geändert durch eine ethische, voluntaristische Entscheidung, und auch nicht, um einer Modeideologie zu folgen. Vielmehr allein Weil er Christus begegnet ist, der sein Leben endgültig geändert hat, in dem er ihm neue Horizonte lehrte. (*) Paulus ist ein Vorbild für einen jeden Christen und für einen jeden Missionar! Auch dieses Jahr braucht Weihnachten Botschafter: um zu denen in der Ferne zu gelangen, die ihn noch kennen, zu denen, die sich entfernt haben, zu denen, die den Weg verfehlt haben. Hier, in unserer Nähe, oder in der Ferne. Eine dringende, leidenschaftliche Aufgabe! Alle sind wir aufgerufen!
Wort des Papstes (*) „Am Anfang des Christseins steht nicht ein ethischer Entschluß oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt“. Benedikt XVI Enzyklica Deus Caritas Est, 25. Dezember 2005, N. 1
Auf den Spuren der Missionare - 23/12: Hl. Johannes von Kety (1390-1473), polnischer Priester und Theologe, Meister vieler Priestergenerationen; Pfarrer, beispielhaft in seinem Gebet und im Dienst der Liebe. - 23/12: Hl. Maria Margherita d’Youville (1701-1771), kanadische Lain aus Quebec, Familienmutter, Witwe, und später Ordensfrau und Gründerin. - 23/12: Hl. Antonio di S. Anna Galvão de França (1739-1822), französischer Priester aus Brasilien, der Predigt und Buße geweiht. Von Benedikt XVI 2007 in Sao Paulo heilig gesprochen. - 24/12: Sel. Bartolomeo Maria Dal Monte (1726-1778), Priester aus Bologna, eifriger Prediger von Missionen für das Volk und den Klerus in gut 2 Diözesen Italien; schuf das Fromme Werk der Missionen. - 25/12: Geburt Jesu Christi in Bethlehem, Sohn Gottes im menschlichen Fleisch, Erlöser der ganzen Menschheitsfamilie. Eine Freudenbotschaft für das ganze Volk (cfr. Lk 2,10). - 26/12: Hl. Stephanus, Protomärtyrer (+circa 4), Diakon, voll des Glau bens und des Heiligen Geistes, starb in dem er für seine Verfolger betete und ihnen verzieh. -26/12: Selige Agnes Phila und Lucia Khambang, von den Schwestern von der „Liebe zum Kreuzes“, mit andern christlichen Frauen in Thailand als Glaubenszeugen getötet (+1940). - 27/12: Hl. Johannes, Apostel und Evangelist. - 27/12: Sel. Francesco Spoto (1924-1964), Märtyrer, sizilianischer Priester der Missionare, Diener der Armen; im Kongo an den Folgen der Quälereien durch die ‘simba’ Rebelle n gestorben. - 28/12: Fest der Heiligen Unschuldigen Kinder, Zeugen Christi durch das Opfer ihres Lebens. - 28/12: H. Gaspar del Bufalo (Rom, 1786-1837), Patron der Fuhrleute und Bauern, Volksmissionar, verbreitete die Andacht zum kostbaren Blut Christi. - 29/12: Hl. Thomas Becket (118-1170), Kanzler des Königs von England, dann Bischof von Canterbury, war sechs Jahre nach Frankreich verbannt; in die Heimat zurückgekehrt, wurde er in seiner Kathedrale ermordet.
******************************************************************* Verantwortlich: P. Romeo Ballan – Missionari Comboniani (Verona) Website: www.euntes.net “Parola per la Missione” Deutsch: P. Wilhelm K.Müller SVD, Rom *******************************************************************
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