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Die
Eucharistie: eine
Kraft, die die Welt verwandeln kann
Hochfest des
Leibes und
Blutes
Christi – Fronleichnam
Lesejahr B -
Sonntag,
14.06.1009
Exodus
24,3-8
Antwortpsalm
116
Hebräer
9,11-15
Markus
14,12-16.22-26
Überlegungen
Die
Eucharistie ist das göttliche Geschenk, damit die ganze
Menschheitsfamilie Leben
in Fülle hat (Joh 10,10). Sie ist das neue und
endgültige Geschenk, das
Christus der in der Wüste der Welt pilgernden und missionarischen
Kirche
anvertraut. Dieses Geschenk gilt es zu entdecken und an die anderen
weiterzugeben:
„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht....“ (Joh
4,10). Die
Eucharistie ist Quelle und Siegel der Einheit. Da sie die Vereinigung
mit dem
Blut und dem Leib Christi ist, muss sie alle, die daran
teilhaben, zur
brüderlichen Einheit führen. Die Eucharistie regt in
großherziger und kreativer
Weise zur ökumenischen Begegnung und missionarischen
Tätigkeit an, „damit der eine Glaube zum
Leuchten
kommt und die eine Liebe die ganze
Menschheit zur Einheit führt“ (Präfation). Die
Menschen und die
Gemeinde, die Christus in der Eucharistie lebendig erfahren,
spüren das
Bedürfnis, die empfangene Gabe mit anderen zu teilen. Die Mission,
soweit sie
Verkündigung und Gegenwart Christi ist, hat in der Eucharistie
ihren Ursprung,
findet darin ihre Kraft und führt alle zu diesem Tisch hin.
Die
Eucharistie belehrt und verleiht die Kraft, Hindernisse
wegzuräumen,
die den Fortschritt des Lebens behindern oder erschweren: 1. Sie leitet
uns an,
das Leben eines jeden Menschen zu verteidigen, in der
Überzeugung, dass
im globalen Dorf der Menschheit „niemand zu viel ist“; 2. sie
schenkt
die Kraft, den Teufelskreis der Gewalt durch Dialog,
Versöhnung und
Opferbereitschaft zu durchbrechen; 3. sie verhindert das
Anhäufen von
materiellen Gütern und fördert das Miteinanderteilen, die
Solidarität und gerechtere
Beziehungen zwischen Menschen und Völkern.
Mit
einem Wort, die Eucharistie regt echte Entwicklung an und hat die
ganzheitliche,
menschliche und christliche Förderung von Personen und der
Gesellschaft zum
Ziel. Jesus hat die Eucharistie ja als Geschenk der Liebe in der
Nacht,
da er verraten, verlassen, verurteilt wurde … eingesetzt. Die
Eucharistie verwandelt den Tod in Liebe, so dass der Tod in der
Auferstehung
bereits überwunden und besiegt ist: die Liebe überwindet den
Hass, die Liebe besiegt
den Tod, denn die Liebe verwandelt die Menschen von innen her. Papst Benedikt XVI. spricht von Eucharistie als
einer
Kraft, die die Welt verändern kann (Evangelium):
„Nur von dieser
innersten Explosion des Guten her, die das Böse überwindet,
kann dann die Kette
der Verwandlungen ausgehen, die allmählich die Welt umformt. Alle
anderen
Veränderungen bleiben oberflächlich und retten nicht“. (*)
Diese
Anregungen sind hilfreich für die missionarische Tätigkeit
und die Spiritualität.
Im „globalen Dorf“ – in der Welt von heute – soll es auch nur
ein globales
Gastmahl geben, an dem teilzunehmen alle Völker
berechtigt
sind, von dem niemand ausgeschlossen oder abgewiesen werden darf. Das
ist schon
immer der Plan des gemeinsamen Vaters der Menschheitsfamilie gewesen
(siehe Jes
25,6-9). Die Verwirklichung dieses Traumes vertraut er der Gemeinschaft
der
Glaubenden an, denn diese haben das „Recht und die Pflicht“, die
Eucharistie zu
feiern im Gedächtnis an den Tod und die Auferstehung Christi. Das
ist das
Gastmahl, zu dem alle Völker eingeladen sind, vereint im
einen Geist
und von ihm angespornt.
Wort
des Papstes
(*)
„Indem Jesus Brot zu seinem Leib und Wein zu seinem Blut
macht und austeilt, nimmt er seinen Tod vorweg, nimmt er ihn von innen
her an
und verwandelt ihn in eine Tat der Liebe. Was von außen her
brutale Gewalt ist
– die Kreuzigung –, wird von innen her ein Akt der Liebe, die sich
selber
schenkt, ganz und gar. Dies ist die eigentliche Wandlung, die im
Abendmahlssaal geschah und die dazu bestimmt war, einen Prozess der
Verwandlung in Gang zu bringen, dessen letztes Ziel die Verwandlung
der
Welt ist… Diese erste grundlegende Verwandlung von Gewalt in Liebe,
von Tod
in Leben zieht dann die weiteren Verwandlungen nach sich. Brot und
Wein
werden sein Leib und sein Blut. Aber an dieser Stelle darf die
Verwandlung
nicht Halt machen, hier muss sie erst vollends beginnen. Leib und Blut
Jesu
Christi werden uns gegeben, damit wir verwandelt werden. Wir
selber
sollen Leib Christi werden, blutsverwandt mit ihm. Wir essen alle das
eine
Brot. Das aber heißt: Wir werden untereinander eins gemacht“.
Benedikt
XVI.
Predigt
beim
Weltjugendtag in Köln, 21.08.05.
Auf
den Spuren der Missionare
- 14.06.
Hochfest des
Leibes und
Blutes Christi - Fronleichnam.
- 15.06. Sel. Luigi
Maria
Palazzolo (Bergamo 1827-1886), Volksmissionar, Gründer der “Suore
Poverelle”.
- 16.06. Sel.
Maria
Teresa Scherer
(1825-1888), Ordensfrau aus der Schweiz, Mitgründerin.
- 17.06.
Internationaler Tag gegen
das Vordringen der Wüste und die Trockenheit (UNO 1995).
-
19/6. Fest des Heiligsten Herzens Jesu. Aus dem durchbohrten
Herzen Jesu ist die Missionskirche geboren. – Weltgebetstag
für die
Heiligung der Priester.
- 20.06. Sel.
Francisco
Pacheco
und acht Gefährten, Jesuitenmärtyrer in Nagasaki/Japan,
1626).
- 20.06
Welttag der
Flüchtlinge
(ONU, 2000).
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A cura di: P.
Romeo Ballan
– Missionari Comboniani (Verona)
Sito
Web: www.euntes.net
“Parola per la Missione”
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