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Der Geist
öffnet Herzen
und überwindet Grenzen
Pfingstsonntag
Lesejahr B 31.05.2009
Apostelgeschichte
2,1-11
Antwortpsalm 104
Galater 5,16-25
Johannes 15,26-27; 16,12-15
Überlegungen
Das
christliche Pfingstfest feiert die Gabe des Geistes, „der Herr ist und
lebendig
macht“. Das jüdische Pfingstfest - sieben Wochen, also 50
Tage nach Ostern –
war ursprünglich ein Erntedankfest (siehe Ex 23,16; 34,22).
Später kam die
Feier der Übergabe der Gesetzestafeln am Berg Sinai dazu. Vom
Bauernfest
entwickelte sich das Pfingstfest allmählich zu einem historischen Fest: zum
Gedächtnis der großen Bündnisse Gottes mit seinem Volk
(Noah, Abraham,
Mose, Jeremia 31,31-34, Ezechiel 36,24-27...). Hier muss die
neue
Sichtweise, das Gesetz und die Art und Weise das
Bündnis zu verstehen
und zu leben, unterstrichen werden. Das Gesetz
galt als ein
Geschenk und Israel war stolz darauf,
aber es war
eine vorübergehende, ungenügende Etappe.
Das Gesetz musste allmählich
verinnerlicht werden. Dieses Ziel wurde durch die Gabe des Heiligen
Geistes
erreicht, der uns als neue maßgebende Quelle, als wahres
und endgültiges
Prinzip neuen Lebens geschenkt wird. Das Gesetz hat Israel zum
Volk
gemacht. In der neuen Gottesfamilie kommt die innere Einheit
nicht mehr von
einer äußeren Macht, wie großartig diese auch
sein mag, sondern von innen, vom
Herzen, von der Kraft der Liebe, die der Geist uns schenkt, „weil die
Liebe
Gottes ist in unseren Herzen ausgegossen ist durch den Heiligen Geist“
(Röm
5,5). Durch ihn sind wir „Kinder Gottes“ und rufen: „Abba, Vater“. Wir
sind das Volk des neuen Bundes, das in der Kraft des Geistes zu
neuem
Leben berufen ist. Er macht uns zur Familie Gottes und zu Kindern und
Erben
Gottes (Röm 8,15-17).
Dieser
Würde soll ein konsequenter Lebensstil entsprechen. Paulus (2.
Lesung)
beschreibt mit konkreten Worten zwei verschiedene und
gegensätzliche
Lebensweisen, je nachdem man sich für die Werke des
Fleisches (Verse
19-21) oder für die Früchte des Geistes (Vers
22) entscheidet.
Für jene, die Christus gehören und aus dem Geist leben, gilt
nur ein Programm:
„dem Geist folgen“ (Vers 25).
Der
Geist bringt Bewegung in die Personen und die Christengemeinden, indem
er sie
von innen her erneuert und umwandelt. Der Geist öffnet die Herzen,
reinigt sie,
heilt und versöhnt sie, hilft Grenzen überwinden, führt
zur Einheit. Er ist der
Geist der Einheit (im Glauben und in der Liebe) in der Vielfalt der
Charismen
und Kulturen, wie es das Pfingstereignis zeigt (1.
Lesung),
in dem sich die Einheit und die Vielfalt verbinden, denn beide sind
Gaben des
Heiligen Geistes. Ganz verschiedene Völker verstehen eine allen
gemeinsame
Sprache (Verse 9-11). Der Hl. Paulus schreibt dem Geist die
Fähigkeit zu, aus
der Vielfalt der Charismen, Dienste und Aufgaben (vgl. 1Kor 12,4-6) die
eine
und vielgestaltige Kirche zu bilden. Die Kirche steht immer vor
der
Herausforderung, katholisch und missionarisch zu sein, von Babel
zu
Pfingsten überzugehen, wie Papst Benedikt XVI. sagt. (*)
Der
Heilige Geist ist sicher die schönste Osterfrucht, die der Tod und
die
Auferstehung Christi hervorbringen: Er haucht ihn auf die Apostel (Joh
20,22-23). Er ist der Geist der Sündenvergebung und der
Weltmission. Ja, er ist
der Protagonist der Mission (vgl.
RMi, III; EN 75), die Jesus
seinen Aposteln und ihren Nachfolgern anvertraut hat. Der Geist ist
immer am
Werk: in der täglichen, einfachen und unsichtbaren Missionsarbeit
als auch in
feierlichen Augenblicken, um „das Pfingstereignis in den Ortskirchen zu
erneuern“ im Hinblick auf einen stärkeren Einsatz in der
Neuevangelisierung und
in der Mission ad gentes.
Für
diese Mission steht uns der Heilige Geist als Garant „der vollen
Wahrheit“ und
als Tröster (Evangelium) zur Seite. Mit seinem
schöpferischen und
reinigenden Werk ist auch seine Fähigkeit zu heilen
zutiefst
verbunden. Es handelt sich dabei um eine wirkliche und wirksame Macht,
für die besonders
in der Mission große Offenheit da ist, auch wenn es nicht
immer leicht
ist, sie zu beurteilen. Die heilende Kraft kann manchmal auch den
Körper
erreichen, aber viel öfter berührt er den Geist des Menschen,
indem er ihn von
inneren Verwundungen heilt und den Balsam der Versöhnung
und des Friedens
ausgießt.
Wort
des Papstes
(*)
„Der Heilige
Geist verleiht die Gabe des Verstehens. Er überwindet
den in Babel eingetreten Bruch – die Verwirrung der Herzen, die uns
gegeneinander aufbringt – und öffnet die Grenzen. Das Volk Gottes,
das auf dem
Sinai zum ersten Mal Gestalt angenommen hat, wird jetzt erweitert, bis
es keine
Grenze mehr kennt. Das neue Volk Gottes, die Kirche, ist ein Volk, das
aus
allen Völkern kommt. Die Kirche ist von Anfang an katholisch; das
ist ihr
tiefstes Wesen.... Wind und Feuer des Heiligen Geistes müssen
unaufhörlich jene
Grenzen öffnen, die wir immer wieder zwischen uns aufrichten; wir
müssen immer
wieder von Babel, vom Verschlossensein in uns selbst, zu Pfingsten
übergehen.“.
Benedikt XVI.
Predigt am Pfingstsonntag,
15. Mai 2005
Auf
den Spuren der Missionare
-
31/5: Pfingstfest: der Heilige Geist spricht in allen
Sprachen.
- 01/6: Hl. Justin, christlicher Philosoph aus
Palästina, Martyrium in Rom (+165).
- 01/6: Sel. Giovanni B. Scalabrini (1839-1905), Bischof
von Piacenza, Gründer der Missionare vom hl. Karl
für die
Seelsorge unter den Auswanderern.
-
01/6: Hl. Annibale Maria Di Francia (1851-1927), Priester, Apostel des
Gebetsapostolats für Berufe, Gründer der Rogationisten.
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02/6: Mit der Bulle Sublimis Deus verurteilte Paulus III. die
Sklaverei
(1537).
-
03/6: Hl. Charles Lwanga und 21 Gefährten, die in Uganda zwischen
1885-1886 in
Namugongo/Uganda den Märtyrertod starben. Gleichzeitig wurden auch
23 junge
Christen der anglikanischen Kirche umgebracht.
-
04/6: Gedächtnis von Afonso Mwembe Nzinga, König von Kongo
(XV. Jahrhundert);
erster afrikanischer Herrscher, der die Taufe empfing (1491). Sein Sohn
Enrico
wurde 1518 zum ersten schwarzen Bischof südlich der Sahara geweiht.
-
05/6: Hl. Bonifatius, Bischof und Märtyrer (675-754): Englischer
Mönch, Apostel
Deutschlands, Bischof von Mainz, in Fulda begraben.
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6/6: Hl. Norbert von Xanten (1080-1134), Bischof von
Magdeburg/Deutschland,
Gründer des Prämonstratenserordens, Missionar in Frankreich
und Deutschland.
-
06/6: Hl. Marzellinus Champagnat (1789-1840), Gründer der Kleinen
Brüder
Mariens (Maristenbrüder) für die Erziehung der Jugend.
-
06/6: Hl. Rafael Guízar Valencia (Mexiko, 1878-1938), Bischof
von Veracruz. Während der
Christenverfolgung wurde er verbannt und musste viel leiden.
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A cura di: P.
Romeo Ballan
– Missionari Comboniani (Verona)
Sito
Web: www.euntes.net
“Parola per la Missione”
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