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WORT ZUR MISSION Missionarische Gedanken zur Sonntagsliturgie EUNTES.NET
bietet
Laien, Ordensleuten und Priestern wöchentlich einige Gedanken zur
Sonntags-liturgie mit missionarischem Inhalt. Sie sind als Anregung
gedacht für die missionarische, persönliche und
gemeinschaftliche
Betrachtung des Wortes Gottes, das den missionarischen Auftrag der
Kirche in der Welt erleuchtet und bestärkt.
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„In der Wüste erfährt der Mensch, wie viel er wert ist“
I Fastensonntag Lesejahr B – 01.03.2009
Genesis 9,8-15 Antwortpsalm 24 1 Petrus 3,18-22 Markus 1,12-15
Überlegungen „In der Wüste
erfährt der Mensch, wie viel er wert
ist: er ist so viel wert wie seine Götter“, das heißt, seine
Ideale, seine
inneren Vorräte. So schreibt Antoine de Saint-Exupéry, der
Verfasser des Kleinen
Prinzes. In der Wüste hat auch Jesus gezeigt, wie viel er wert
ist! Er ist
in die Wüste gegangen in
Die Feier der Fastenzeit, ein „sakramentales Zeichen unserer Umkehr“ (Tagesgebet), unterstreicht mit Nachdruck die Grundthemen der Erlösung und der Mission: den Primat Gottes und seinen Liebesplan für den Menschen; die uns durch den Opfertod Christi geschenkte Erlösung; den ständigen Kampf zwischen Sünde und Gnade; die gegenseitige Brüderlichkeit und den Respekt, die es im Umgang mit unseren Mitmenschen und der Schöpfung zu wahren gilt .... Die Versuchungen (Evangelium) waren für Jesus weder ein Spiel noch eine Fiktion, es waren echte Versuchungen, so wie sie jeder Christ und die Kirche selbst erleiden. „Hätte Christus die Versuchungen nicht als wahre Versuchungen erlebt, hätten sie für ihn, als Mensch und Messias, nichts bedeutet, könnte seine Reaktion auf sie für uns kein Beispiel sein, da sie mit uns nichts zu tun hätten“ (C. Duquoc). Da er aber versucht wurde, kann er jetzt jenem, der erprobt wird, zu Hilfe kommen (vg. Hebr 2,18; 4,15).
Jesus hat sich tatsächlich mit Satan auseinandergesetzt (V. 13) über die mögliche Wahl seiner Vorgangsweise und seines Weges, seine Mission als Messias zu verwirklichen. Jede der drei Versuchungen – die in den Evangelien von Matthäus und Lukas angeführt werden – verkörpert ein Messiasmodell und damit auch ein Missionsmodell. Die Versuchungen waren „drei Auswege, dem Kreuz auszuweichen“ (Fulton Sheen). Es war die Versuchung: 1. „ein sozialer Reformator“ zu werden (Steine für sich und die anderen in Brot zu verwandeln, hätte sicheren Erfolg gebracht); 2. „ein wundertätiger Messias“ zu werden (ein spektakuläres Zeichen hätte Aufsehen und Berühmtheit hervorgerufen); 3. „ein Messias der Macht“ zu werden (die auf Beherrschung der Welt beruhende Macht hätte den eigenen Stolz und den der Gruppe befriedigt). Jesus überwindet die Versuchungen: er entscheidet sich dafür, den Primat Gottes zu achten, er vertraut sich dem Vater an und macht sich seinen Plan der Erlösung der Welt zu eigen. Er nimmt das Kreuz aus Liebe auf sich und verzeiht im Angesicht des Todes. Nur auf diese Weise durchbricht er die Spirale der Gewalt und entzieht dem Tod sein Gift. Seither ist ein neues Leben möglich, in Demut, Wahrheit und Brüderlichkeit. (*)
Jesus begegnet den Versuchungen in der Kraft des Geistes (V. 12), der ihn schon vom Mutterschoss an und seit der eben erhaltenen Taufe im Jordan (Mk 1,10) erfüllt. Es ist der Geist von Ostern und Pfingsten, der Geist der Mission. Manchmal hat man zuviel auf Macht, Geld, Einfluss, Überlegenheit, Aktivismus vertraut ...., als ob dies apostolische Mittel der Evangelisierung wären. Der Missionar wird auch von solchen Illusionen versucht; er braucht deshalb den Geist Jesu, der der Haupthandelnde der Evangelisierung (EN 75) und der Protagonist der Mission ist (RMi 21). Der Geist hilft zu verstehen, dass die Wüste der Fastenzeit eine Zeit der Gnade ist (Kairos): eine Zeit der wesentlichen Dinge; eine Zeit, die zu füllen ist mit den Werten, die bleiben; ein Geschenk, das im Schweigen zu leben ist, fern von der Verschmutzung des Lärms, der Eile, des Geldes, der Eitelkeit, der Ausflüchte, der Lügen…. Die programmatische Einladung Jesu – „kehrt um“ – ist kein lästiges Gebot, sondern vielmehr eine Einladung, den Weg zu ändern; es ist der wahre Weg, der zum Leben führt: „glaubt an das Evangelium“, glaubt an Jesus (V. 15). Er ist die Frohe Botschaft, die es im Leben zu verwirklichen und anderen zu überbringen gilt.
Auf dem Weg auf Ostern hin sind die Themen der Bekehrung und der Taufe schon in den Lesungen von heute gegeben. Der hl. Petrus (2. Lesung) bringt die Umkehr ausdrücklich in Verbindung mit der Erfahrung des Noach und er Seinen, gerettet durch das Wasser, das „Bild der Taufe“ geworden ist, die jetzt auch uns rettet (V. 20-21), in der Kraft Jesu Christi, der gestorben und von den Toten auferstanden ist (V. 18.21).
Noach war weder Israelit, noch Christ, noch Muslim, sondern unter seinen Zeitgenossen „ein gerechter und untadeliger Mann, der seinen Weg mit Gott ging“ (Gen 6,9). Mit ihm schloß Gott noch vor Abraham den ersten Bund mit der Menschheit (1. Lesung): einen alle Völker umfassenden Bund, noch vor anderen spezifischen Offenbarungen. Es war kein Bund auf ethnischer oder religiöser, sondern einfach auf der Ebene der allen gemeinen Menschennatur. Dieser Bund wurde nie rückgängig gemacht, er ist auch heute noch und für immer gültig. Er ist die Grundlage für den Dialog mit allen Religionen und Kulturen. Der Bund bezieht sich auf die Personen – „für euch und für eure Nachkommen“ (V. 9) – aber auch mit jedem Lebewesen“ (V.10). Gott ist der erste Ökologe: er ist eifersüchtig auf jedes seiner Geschöpfe. Das Zeichen dieses Bundes, das Gott selbst gewählt hat, ist der Regenbogen auf den Wolken (V. 13), der zum Symbol des Heilswillens Gottes wird, der der Menschheit nie müde wird: keine noch so große menschliche Bosheit wird ihn veranlassen, seine Geschöpfe zu vernichten. Der Todesbogen ist dank göttlicher Initiative zum Bogen geworden, der Gutes ansagt: Friede und Wohlergehen, Dialog und Teilen, Wahrheit und Brüderlichkeit.
Wort des Papstes (*) „Zur vollen Verwirklichung des Lebens in Freiheit ist nötig ist, die Prüfung zu bestehen, die eben diese Freiheit mit sich bringt, nämlich die Versuchung. Nur wenn der Mensch von der Sklaverei der Lüge und der Sünde befreit ist, findet er, dank seines Gehorsams gegenüber dem Glauben, der ihn für die Wahrheit offen macht, den vollen Sinn seiner Existenz und erlangt Frieden, Liebe und Freude.“ Benedikt XVI Angelus, Erster Fastensonntag, 5. März 2006 Auf den Spuren der Missionare -1/3: 1959, Geburt der CLAR (Lateinamerikanische Konföderation der Ordensleute) , mit Sitz in Bogotà (Kolumbien): eine für den Impuls, die Koordination und die Inkulturation des Gottgeweihten Lebens höchst verdiente Institution. - 3/3: Sel. Liberato Weiss, Samuel Marzorati und Michele Pio Fasoli da Zerbo, Franziskanerpriester, als Märtyrer in Gondar (Äthiopien) zu Tode gesteinigt. - 3/3: Hl. Katherin Drexel (1955 in Philadelphia, USA gestorben), Gründerin; schenkte ihr reiches Erbe zu Gunsten der Eingeborenen und Afroamerikaner, in dem sie über 60 Schulen und Missionen für sie eröffnete. - 6/3: Hl. Ollegario von Tarragona (Spanien, 1137), Bischof von Barcelona und Tarragona, zur Zeit der Befreiung dieses alten Sitzes von der Herrschaft der Mauren. - 7/3.: Hl. Perpetua und Felizitas, Märtyrerinnen von Karthago (+203), unter Kaiser Septimus Severus. - 7/3: Sel. Joseph Olallo Valdés (1820-1889), Kubaner, Ordensmann des Ordens zum Dienst an den Kranken von Johannes von Gott (Fatebenefratelli), immer um die Leidenden und Bedürftigen besorgt.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ A cura di: P. Romeo Ballan – Missionari Comboniani (Verona) Sito Web: www.euntes.net “Parola per la Missione” ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
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